Presse

Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge

BZ und Lions Club starten Spendenaktion

Artikel vom 08.03.2022

Menschen tragen ihre Kinder und versuchen am Bahnhof von Kiew in einen Zug nach Lwiw zu steigen. Russland kündigte erneut humanitäre Korridore an, um Zivilisten die Flucht zu ermöglichen. Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

Von Peter Berger

BORKEN. „Nachbarn helfen" – das ist der Leitgedanke einer Hilfsaktion, zu der Borkener Zeitung und Lions Club Borken seit mehr als 20 Jahren jeweils in der Vorweihnachtszeit aufrufen, um Not zu lindern. Angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine, der zu einem Fluchtdrama beispiellosen Ausmaßes führt, bitten BZ und Lions nun um Spenden für die ukrainischen Flüchtlinge, die in Borken und Umgebung untergebracht werden. „Wir erweitern unseren Leitgedanken somit auf unsere europäischen Nachbarn", sagt BZ-Verleger Stephan Schmidt.

Wie viele Menschen in Deutschland Zuflucht suchen werden, ist noch unklar. Auf allen Ebenen bereiten sich Behörden und Hilfsorganisationen aber unter Hochdruck darauf vor – so auch in Borken. Zur Unterbringung kann beispielsweise das Tagungshaus des Klosters Mariengarden mit mindestens 100 Plätzen genutzt werden, die Wohnbau Westmünsterland hält 20 leerstehende Wohnungen bereit. Daneben stehen in städtischen Unterkünften noch eine Reihe von Plätzen zur Verfügung.

"Generell ist die Bereitschaft, ukrainische Flüchtlinge unterzubringen, in der Borkener Bevölkerung hoch", stellt Stadt-Pressesprecherin Julia Lahann erfreut fest. Mehr als 60 Privatpersonen hätten sich bereits im Rathaus gemeldet, die insgesamt 125 Plätze zur Verfügung stellen könnten.

Die Flüchtlinge werden über die staatlichen Zuwendungen hinaus Unterstützung brauchen. Neben dem seelischen Beistand gehe es dabei um „jegliche Form von Ersthilfe", so Gudrun Weber vom Caritasverband. Angefangen von neuen Handykarten, um mit den Angehörigen in der Ukraine in Kontakt bleiben zu können, über Kleidung, Haushaltsdinge, Sportsachen bis zum Schulmaterial und Dolmetscherkosten. Wichtig sei auch die Finanzierung von Freizeitaktivitäten, die den Flüchtlingen Ablenkung verschafften, sagt Gudrun Weber.

Die Geldspenden sollen in Absprache mit der Caritas und der Diakonie so unbürokratisch wie möglich an die bedürftigen Flüchtlinge verteilt werden.

Das Spendenkonto: „Nachbarn helfen", VR Bank Westmünsterland, IBAN DE05 4286 1387 0000 0123 45, Stichwort „Ukraine". Hinweis: Der Lions Club benötigt für eine Spendenquittung bei Spenden über 300 Euro die Adresse der Spender. Bei einer Spende bis 300 Euro reicht als Nachweis gegenüber dem Finanzamt bei der Steuererklärung der Kontoauszug.

Abschluss der Aktion „Nachbarn helfen"

Dankeschön an alle Spender

Artikel vom 19.02.2022

Grafik: Welsing

Von Simone Stepper

BORKEN/HEIDEN/RAESFELD/REKEN/VELEN. Wahnsinn!! – 43.471,04 Euro sind seit Ende der letztjährigen Hilfsaktion „Nachbarn helfen" gespendet worden. Das ist die höchste Spendensumme eines Jahres in der Geschichte von „Nachbarn helfen", seit Beate Schmidt die Aktion im Jahr 2001 ins Leben gerufen hat.

Jährlich startet die Aktion am 1. November; ab da können sich Hilfsbedürftige an „Nachbarn helfen" wenden und einen Antrag auf Hilfe stellen. Über die Hilfen für Nachbarn in Not entscheidet ein Vergabegremium, das in fünf Sitzungen dafür Sorge trug, dass die Spendengelder an die richtigen Stellen gelangen. Dafür werden die Anträge nach Eingang genau geprüft. Innerhalb von knapp drei Monaten konnte das Gremium 177 Hilfsbedürftigen mit 28.700 Euro unter die Arme greifen. Im Laufe des vergangenen Jahres, gab es in weiteren 62 Fällen kurzfristige Hilfe mit einem Gesamtvolumen von 7720 Euro. Somit sind seit Januar 2021 in 239 Fällen insgesamt 36.420 Euro ausgeschüttet worden. Zusätzlich konnten Diakonie und Caritas für das laufende Jahr wieder 6000 Euro für Notfälle übergeben werden.

Was es alles für traurige Schicksale in Borken, Heiden, Raesfeld, Reken und Velen gibt, das erfährt das Vergabegremium der Aktion „Nachbarn helfen" Jahr für Jahr hautnah. Zu den Empfängern zählten wiederum besonders viele Familien mit Kindern.

Seit dem Startschuss für „Nachbarn helfen" in 2001 sind bisher 571.430,49 Euro an Spenden zusammengekommen, und damit konnte in mehr als 4000 Fällen geholfen werden.

Obwohl die nächste Hilfsaktion erst wieder am 1. November startet, kann natürlich auch während des ganzen Jahres auf das oben angegebene Konto bei der VR Bank Westmünsterland gespendet werden. Jeder Cent kommt an.

Danke an alle Menschen, Unternehmen und Institutionen, die gespendet haben. Zu den zahlreichen Spendern für „Nachbarn helfen", die seit Januar 2021 geholfen haben – und die einer Namensnennung nicht widersprochen haben – gehören: Irmgard Aehling, Thomas Aehling, Frank Angrick, Apotheke am Neutor und St.-Josef-Apotheke (Anke Terrahe), Achaz Bartzke, Karin Bauer, Detlef Baum, Margret Beermann, Dr. Frank Bierbaum, Anne und Dr. MarkusBourry, Matthias Brinkmann, Peter Buchmann, Cäcilia Büning, Franz Dillage Transporte, Martin Dirks, Dr. Axel Dost, Richard Dryzba, Dr. Carsten Düerkop, KatjaEbbing, R. und H.-J. Eckerth, Jutta und Michael Engels, Rita und Josef Farwick, Marie-Luise Föing, Josef Gordes, Ursula und Werner Grömping, Günter Gudel, Wilhelm Hetkamp, Hildegard Hoffmann, Margret und Reinhold Höing, Ulrich Holtermann, Anna-Lena Icking, Petra Kaenders, Hildegard Kampshoff, Marianne Kastner, Dr. Andreas Kathage, Annette und Dr. Herbert Kipp, Rudolf Andre Kley, Heinrich Klöcker GmbH & Co. KG, Beate und Volker Knecht, Bärbel Koch, Maria Kockert, Kreativkreis Lukaszentrum Raesfeld, Marcus Kreulich, PatrickKruse, Margret Kutsch, Eva Lagermann, Beate und Georg Lechtenberg, Gertrud Leidner, Bernhard Lensing, Ute Lewandowski, Renate und Manfred Lottermoser, Isel und Wolfgang Lübke, Petra Medved-Kruszona, Claudia Meier, Erika Mels, Thomas Melzer, Modehaus Cohausz, Laurenz Möllmann, Netgo GmbH, Elsbeth und Dr. Dietmar Niehoff, Heinrich Nießing, Christian Nowotny, Karl Otten, Renate und Hans-Dieter Piekarek, Familie Pothmann, Praxis für Logopädie Stefanie Teegen, Profi Automaten GmbH, Jürgen Rakers, Elli Rawert, Julia Reinke, Elke Roß, Marianne und Martin Ross, Udo Rößing, Annegret und Ludger Schemmer, Paul Schepping, Beate Schmidt, Stephan Schmidt, Helga Schmied, Helga Schons, Walburga Schoppen, Ingeborg Schulz, Bernhard Schulze Uphoff, Eveline und Johannes Schüth, Manfred Schweer, Dieter Stegger, Johanna Stippel, Ulrich Stork, Wilhelm Stroick, Anke Terrahe und Marcus Krumbein, ManuelThesing, Reinhard Trinks, Patricia und Burkhard van Gember, Wachofreunde, Weddeling GmbH, Andrea und Dietmar Weis, Astrid Weiske, Dieter Wellermann, Roswitha Werner, Eva-Maria Wesseling, Albert Wiescherhoff, Dr. Jürgen Wigger, Hans Winking, Christel und Lothar Wissing, Ute und Thomas Wittner und Wilhelm Wülfing sowie alle Spender beim Trauerfall Fritz Garvert. -sis-

 

Netgo spendet 2000 Euro an „Nachbarn helfen"

Artikel vom 15.12.2021

Foto: Bramhoff

BORKEN. Die Firma Netgo spendet, wie auch in den vergangenen Jahren, an „Nachbarn helfen", die Aktion des Lions Clubs Borken und der Borkener Zeitung. Die beiden Netgo-Geschäftsführer Andre Hüttemann (links) und Patrick Kruse überreichten einen symbolischen Scheck über 2000 Euro an Josef Farwick (rechts) vom Lions Club Borken. Auf Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden habe die Firma Netgo in diesem Jahr wieder verzichtet. Stattdessen spendet das Borkener IT-Unternehmen an verschiedene gemeinnützige Organisationen.

Seit 20 Jahren werden Wünsche im BZ-Verbreitungsgebiet erfüllt

Bisher 17.200 Euro in 104 Fällen verteilt

Artikel vom 11.12.2021

Grafik: Welsing

Von Simone Stepper

BORKEN. Warme Winterkleidung, ein Tannenbaum, Spiele für die Kinder oder einfach ein schönes Essen an Heiligabend – das wünscht sich ja eigentlich jeder. Aber nicht jeder kann sich diese, für viele Menschen selbstverständlichen Dinge, leisten. Und da kommt „Nachbarn helfen" ins Spiel.

Die Aktion von Borkener Zeitung und Lions Club erfüllt seit 20 Jahren zur Weihnachtszeit Wünsche von Menschen aus dem BZ-Verbreitungsgebiet, denen es finanziell nicht so gut geht. Für die finanzielle Not gibt es vielerlei Gründe: Arbeitslosigkeit, Krankheit, Trennung, Neuanfang in einem fremden Land oder eine so niedrige Rente, dass man den Euro zweimal umdreht, bevor man ihn für einen Cappuccino und ein Stück Kuchen vom Bäcker ausgibt.

Rund 28.000 Euro sind seit Abschluss der letztjährigen Aktion an Spenden auf dem Konto zusammengekommen. Das Vergabegremium um Beate Schmidt, der Initiatorin, hat seit Beginn der diesjährigen Aktion bereits 17.200 Euro an 104 Familien und Einzelpersonen verteilt. Sieben Anträge mussten bisher abgelehnt werden.

Wie in den vergangenen Jahren, unterstützt die Bürgerstiftung Aktive Bürger die Aktion „Nachbarn helfen" mit Lebensmitteltüten. Allen voran die Stiftungs-Vorsitzende Elisabeth Hüls und die Geschäftsführerin Beate Dillage-Wiechmann, die alljährlich mit Beate Schmidt und weiteren fleißigen Helfern Tüten mit Lebensmitteln befüllen. Viele derjenigen, die in den vergangenen Jahren eine Unterstützung bewilligt bekamen, berichteten davon, dass sie sich den Beutel als Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen.

Zum Vergabegremium, das jeden einzelnen Antrag prüft und bespricht, gehören die Initiatorin Beate Schmidt, Simone Stepper (beide Borkener Zeitung), Josef Farwick (Lions Club), Gudrun Weber (Caritas) und Birgit Menslage-Blum (Diakonie).

Gudrun Weber und Birgit Menslage-Blum investieren mit ihren Kolleginnen von Caritas und Diakonie viele Stunden, um den Antragstellern beim Ausfüllen der Anträge zu helfen. Ebenso verteilen sie die Schecks zusammen mit den Weihnachtstüten an die glücklichen Empfänger. Für die Sitzung am kommenden Montag liegen bereits wieder rund 40 Anträge vor, bis Weihnachten erwartet das Gremium noch weitere.

Spenden können jederzeit auf das Konto (siehe Grafik) der Aktion „Nachbarn helfen" eingezahlt werden. Jeder Cent wird eins zu eins gespendet. Eine Spendenquittung wird ab einem Betrag von 200 Euro ausgestellt, sofern der Spender seine vollständige Adresse im Verwendungszweck hinterlässt. Bis 200 Euro reicht der Kontoauszug zur Vorlage beim Finanzamt. Weitere Infos und den Antrag zum Ausdrucken gibt's unter www.nachbarn-helfen.com.

Verkauf von Deko-Artikeln

Modehaus Cohausz spendet 3000 Euro für Nachbarn helfen

Artikel vom 13.11.2021

Anja Steffen und Moritz Schmidt vom Modehaus Cohausz übergaben den Scheck an Josef Farwick (von links) aus dem Vergabegremium der Aktion Nachbarn helfen. Foto: Kauffelt

BORKEN (ska). Das Modehaus Cohausz hat der Aktion „Nachbarn helfen" 3000 Euro gespendet. Den Scheck übergaben Mitarbeiterin Anja Steffen und Moritz Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung, an Josef Farwick aus dem Vergabegremium von „Nachbarn helfen".

Das Geld stammt aus einem Sonderverkauf des Modehauses Cohausz. Statt Kleidung gab es dabei Dekorationsartikel und Einrichtunsgegenstände aller Art zu erstehen, die über die Jahre die Verkaufsfläche aufgehübscht haben, aber irgendwann im Keller gelandet sind. „Das hat richtig Spaß gemacht", sagt Anja Steffen, die die Damenabteilung im Modehaus führt, jetzt aber mal ganz andere Verkaufsluft schnuppern konnte.

Im „Kleinen Co" hatte die Cohausz-Mannschaft einen Tag lang ihr Lager aufgeschlagen und Schaufensterpuppen, Sessel, Vasen, Schränke und Dekoartikel aller Art aufgebaut. „Schon zur Öffnung um 9.30 Uhr standen 25 oder 30 Kunden vor dem Laden", sagt Anja Steffen lachend. Bis zum Abend war der Laden leergefegt. Mit dem Erlös unterstützt das Modehaus die Hilfsaktion, über die in der Vorweihnachtszeit Bedürftige aus der Region mit Geld- und Sachspenden unterstützt werden.

Die Spendenaktion von BZ und Lions Club geht in die 21. Runde

Bisher über eine halbe Million Euro gespendet

Artikel vom 01.11.2021

Beate Schmidt und Lions-Präsident Bernhard Klein-Thebing rufen gemeinsam zum Spenden auf. Foto: Kauffelt

BORKEN (sis). Seit mittlerweile 20 Jahren sammelt die Borkener Zeitung zusammen mit dem Lions Club in den Wochen vor Weihnachten Spenden. Jetzt startet die Aktion „Nachbarn helfen" wieder.

Die dabei eingenommenen Spenden kommen Menschen aus dem Verbreitungsgebiet der Borkener Zeitung (Borken, Heiden, Raesfeld, Reken und Velen) zugute, denen es finanziell nicht gut geht. Ihnen soll zum Fest eine kleine Freude bereitet werden.

Seit Beginn der Aktion im Jahr 2001 konnten insgesamt rund528.000 Euro an Spenden gesammelt und an Bedürftige verteilt werden. Im vergangenen Winter wurden bei der Aktion 277 Familien und allein lebende Menschen unterstützt. Das Vergabegremium verteilte insgesamt 30.250 Euro. Während des laufenden Jahres sind für besondere Notfälle zusätzlich 7600 Euro an Bedürftige geflossen. Grundstock für die inzwischen zum 21. Mal stattfindende Aktion sind 17.713,99 Euro, die seit Januar auf dem Spendenkonto zusammengekommen sind. Bedürftige können bei der Caritas oder der Diakonie einen Antrag auf Unterstützung stellen beziehungsweise abgeben.

Eine Terminvergabe bei der Caritas ist unter der Telefonnummer 02861/9456 und bei der Diakonie unter der Rufnummer 02861/924933 oder 903554 möglich. Dort erfahren die Antragsteller auch, welche Unterlagen mitzubringen sind. Die ausgefüllten Anträge werden auf Richtigkeit der Angaben geprüft. Anschließend entscheidet das Vergabegremium darüber, ob und in welcher Höhe dem Antragsteller eine Spende gewährt wird.

Das Vergabegremium trifft sich mehrmals bis Weihnachten, um dafür Sorge zu tragen, dass das gespendete Geld auch den Bedürftigen zugute kommt. Zum Gremium gehören die Initiatorin Beate Schmidt, Simone Stepper (Borkener Zeitung), Josef Farwick (Lions Club), Gudrun Weber (Caritas) und Birgit Menslage-Blum (Diakonie).

Gespendet werden kann auf das Konto 12345 bei der VR-Bank Westmünsterland (IBAN DE05 4286 1387 0000 0123 45).

 

Spende für „Nachbarn helfen"

Artikel vom 20.07.2021

Foto: Berger

BORKEN. Knapp 6100 Euro hat Apothekerin Anke Terrahe (rechts) an die Aktion „Nachbarn helfen" von BZ und Lions Club Borken gespendet. Sie hatte zu Beginn des Jahres auf die vom Bund vorgeschriebene Zuzahlung der Krankenversicherten von jeweils zwei Euro auf ein Sechserpack FFP2-Masken verzichtet. Stattdessen sammelte sie in ihren beiden Apotheken „Apotheke am Neutor" und „St. Josef-Apotheke" die Beträge, um sie zusammen mit weiteren (Wechsel-)Geldspenden einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Beate Schmidt, die Initiatorin von „Nachbarn helfen", nahm die Spende dankend an. Die Summe sei ein guter Grundstock, um auch in diesem Jahr Menschen, die in Not geraten sind, unter die Arme zu greifen.

„Nachbarn helfen“ vergibt knapp 32.000 Euro an Bedürftige

Viele Wünsche wurden im alten Jahr erfüllt

Artikel vom 18.01.2021

Grafik: Mailin Welsing

Knapp 32.000 Euro zeigt das Spendenbarometer derzeit.
Von Simone Stepper

BORKEN. „Eine neue Kaffeemaschine“, das war der Wunsch einer bescheidenen Mittfünfzigerin aus dem Verbreitungsgebiet der BZ. Ihr bleiben nach Abzug aller Ausgaben nicht einmal 260 Euro monatlich zum Leben. Da fällt es natürlich schwer, auch noch etwas Geld für solch einen Wunsch zur Seite zu legen. Unterstützung bekam die Frau von der Aktion „Nachbarn helfen“ – genauso wie viele weitere Menschen aus der Region, die sich an das Vergabegremium gewandt hatten.

Eine alleinstehende Borkenerin wünschte sich einen Zuschuss zur Anschaffung von Kaminholz, denn damit heize sie hauptsächlich. Von den 190 Euro, die ihr im Monat zum Leben bleiben, ist kaum etwas einzusparen. Warme Kleidung für ihre drei Kinder wünschte sich eine alleinerziehende Mutter aus Borken. Das älteste Kind, mittlerweile im Teenager-Alter, benötige außerdem ein Fahrrad.

Trotz sehr geringer monatlicher Ausgaben bleiben einer 64-Jährigen Raesfelderin nur 300 Euro zum Leben. Die nach einer Augen-OP dringend benötigte neue Brille ist davon schwer zu finanzieren.

Diese vier Anträge und 217 weitere lagen dem Vergabegremium bis Weihnachten vor. In vier Sitzungen seit dem 1. November wurden 185 Anträge bewilligt, und an die Antragsteller aus Borken, Heiden, Raesfeld, Reken und Velen wurden bisher 22.100 Euro verteilt. Mit den Schecks erhielten die Empfänger auch eine Weihnachtstüte, die zuvor, wie auch in den vergangenen Jahren, von der Stiftung „Aktive Bürger“ mit Leckereien gefüllt wurde.

Ein letztes Mal trifft sich das Vergabegremium noch in diesem Monat, um über nach Weihnachten eingegangene Anträge zu entscheiden. Für diese und auch für Notfälle, die während des Jahres auftreten, kann weiter gespendet werden. Seit Abschluss der vorigen Aktion sind auf dem Spendenkonto 31.965 Euro eingegangen.

Sämtliche Spenden kommen ohne Verwaltungsaufwand bedürftigen Menschen zugute. Gespendet werden kann das ganze Jahr über auf das „Nachbarn-helfen“-Konto.

Volle Tüten für „Nachbarn helfen“

Artikel vom 08.12.2020

Seit Jahren unterstützt die Bürgerstiftung „Aktive Bürger“ die Aktion „Nachbarn helfen“. Jetzt haben Helfer der Stiftung 200 „Weihnachtstüten“ mit Lebensmitteln gepackt, die in diesem Jahr wieder zusätzlich übergeben werden. „Mit diesen Weihnachtstüten dürfen wir zusätzlich eine Freude bereiten“, freut sich Elisabeth Hüls, Vorsitzende der Bürgerstiftung. Ermöglicht wird die Unterstützung durch die Sammlung von Pfandbons.

Update bei „Nachbarn helfen“ im 20. Jahr / Neues Logo und Webseite mit Spendenfunktion

Die Halbe-Million-Euro-Marke geknackt

Artikel vom 28.11.2020

Initiatorin Beate Schmidt Foto: SZN

BORKEN.(sis) Die Aktion „Nachbarn helfen“ hat im 20. Jahr ihres Bestehens die Halbe-Million-Euro-Marke geknackt. Das Spendenkonto zeigt nun einen Stand von 500.000 Euro. Dieser Betrag wurde in den vergangenen 19 Jahren an Spenden gesammelt und an Bedürftige aus dem BZ-Verbreitungsgebiet verteilt.

Die ersten neuen Spendenschecks konnte „Nachbarn helfen“ bereits jetzt an Bedürftige verteilen. Seit Beginn der diesjährigen Aktion am 1. November hat das Vergabegremium 46 Anträge mit insgesamt 5500 Euro bewilligt.

„Nur durch Ihre Spenden ist es uns möglich, so vielen Menschen in der Vorweihnachtszeit einen kleinen Wunsch zu erfüllen“, sagt Beate Schmidt, Initiatorin der Spendenaktion, begeistert.

Zusätzlich konnten die Diakonie und die Caritas weitere 6000 Euro aus dem „Nachbarn-helfen“-Topf bei Notfällen ausschütten. Wie notwendig die Hilfe ist, zeigen Beispiele aus bereits bewilligten Anträgen: Ein junger Mann, der eine Frau und zwei Kinder hat – das dritte wird noch vor Weihnachten geboren–, hat wegen der Corona-Pandemie seine Arbeitsstelle in einem Restaurant verloren. Er wünscht sich nichts mehr als eine neue Arbeit, um seine Familie ernähren zu können. Den Wunsch konnte das Vergabegremium leider nicht erfüllen, aber eine finanzielle Hilfe beisteuern.

Ein alleinstehender Mittfünfziger wünscht sich einen Zuschuss zu einem neuen, gebrauchten Herd, denn sein Herd funktioniert nach 25 Jahren Betrieb nun nicht mehr.

Ein Lehrer-Ehepaar, das mit zwei schulpflichtigen Kindern aus der Türkei geflohen ist, hat es bereits bis zum C1-Kurs (Deutschkursus mit weit fortgeschrittenem Sprachniveau) geschafft. Damit erhofft sich das Paar, auch in Deutschland als Lehrer arbeiten zu können. Für Studienzwecke wäre für alle Familienmitglieder ein Computer und Drucker vonnöten.

Ein Rentnerpaar beklagt einen defekten Kühlschrank. Die Leistungen des Jobcenters reichen nicht für eine Neuanschaffung.

Besonders gerührt hat das Vergabegremium der Fall eines betagten Ehepaares. Der 84-jährige Ehemann pflegt seine kranke Frau, die nach einem Schlaganfall das Bett nicht mehr verlassen kann. Sein bescheidener Wunsch ist ein Einkaufsgutschein von einem Lebensmittelgeschäft.

In der nächsten Woche trifft sich das Vergabe-Gremium erneut, um bedürftigen Menschen zu helfen. Zum Gremium gehören die Initiatorin Beate Schmidt, Simone Stepper (Borkener Zeitung), Josef Farwick (Lions Club), Gudrun Weber (Caritas) und Birgit Menslage-Blum (Diakonie). Sie tragen Sorge dafür, dass die Spenden bei den Richtigen ankommen.

Zahlreiche Anträge von Hilfesuchenden liegen bereits vor.

Noch bis Weihnachten können Hilfsbedürftige aus Borken, Heiden, Raesfeld, Reken und Velen Anträge stellen. Die notwendigen Antragsformulare für „Nachbarn helfen“ sind bei der Caritas, der Diakonie, bei den Kirchengemeinden und bei der Borkener Zeitung erhältlich.

Spenden für Bedürftige in der Region

"Nachbarn helfen" startet ins 20. Jahr

"Nachbarn-helfen"-Initiatorin Beate Schmidt und Lions-Präsident Stefan Pothmann rufen zu Spenden auf. Foto: Werschkull

BORKEN. (sis) "Nachbarn helfen", die Spendenaktion von Borkener Zeitung und Lions Club Borken, geht ins 20. Jahr. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2001 konnten rund 495.000 Euro an Spenden gesammelt und an Bedürftige verteilt werden.

Die Spenden, die das ganze Jahr über getätigt werden können, werden jährlich zur Weihnachtszeit verteilt. Von diesen Spenden profitieren Menschen, die aus dem Verbreitungsgebiet der Borkener Zeitung (Borken, Heiden, Raesfeld, Reken und Velen) kommen und denen es finanziell nicht gut geht.

Wie erreicht das gespendete Geld die bedürftigen Menschen? Bedürftige können Anträge stellen. Diese werden in diesem Jahr ausschließlich bei der Caritas und der Diakonie angenommen. Coronabedingt bedarf es dazu einer Terminvereinbarung.

Die Terminvergabe bei der Caritas erfolgt unter Tel. 02861/9456 (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr), bei der Diakonie unter Tel. 02861/924933 oder 903554. Dort erfahren die Antragsteller auch, welche Unterlagen mitzubringen sind.

Die ausgefüllten Anträge werden auf Richtigkeit der Angaben geprüft, und das Vergabegremium entscheidet darüber, ob und in welcher Höhe dem Antragsteller eine Spende gewährt wird. Das Vergabegremium trifft sich mehrmals bis Weihnachten, um dafür Sorge zu tragen, dass die Spenden auch den Bedürftigen zugute kommen. Zum Gremium gehören die Initiatorin Beate Schmidt, Simone Stepper (Borkener Zeitung), Josef Farwick (Lions Club), Gudrun Weber (Caritas) und Birgit Menslage-Blum (Diakonie).

Im vergangenen Winter wurden 221 Familien und alleinlebende Menschen mit insgesamt 32.773,15 Euro unterstützt. Grundstock für die diesjährige Aktion sind 5460 Euro. Diese Summe ist seit Ende Januar aus Spenden zusammengekommen. Anlässlich zweier runder Geburtstage und einer Trauerfeier in diesem Jahr baten Jubilare, beziehungsweise Angehörige des Verstorbenen um Spenden auf das "Nachbarn-helfen"-Konto, sodass die diesjährige Aktion mit einem guten Spendenstand gestartet werden kann. Gespendet werden kann auf das Konto 12345 bei der VR-Bank Westmünsterland.